Dienstag, 1. Juli 2014

Inhaltsangabe

Der Roman "Homo Faber" von Max Frisch handelt von dem 50-jährigen Walter Faber, der über sein Leben erzählt.

Im Jahr 1957 flog der Ingenieur Walter Faber von La Guardia, New York nach Mexiko. Der Flug verzögert sich durch einen Schneesturm um drei Stunden. In dieser Zeit versuchte seine Freundin Ivy ihn schon zum wiederholten Male zum Heiraten zu überreden. Sein Sitznachbar war ein junger Deutscher, der geschäftlich nach Guatemala reiste. Faber ist es unangenehm, dass dieser ständig auf ihn einredet. Nach ein paar Stunden folgt ein Zwischenstopp der Maschine in Houston, Texas, wo Faber überlegte, die Reise zu unterbrechen. Da er aber dort von einer Stewardeß entdeckt wurde entschließ er sich, die Reise fortzusetzen. Der junge Deutsche erzählte Faber, dass sein Reiseziel eine Tabakplantage ist und dass er dort seinen Bruder besuchte. Walter Faber wird nach einem Alptraum von der Stewardeß geweckt und erfährt, dass die Maschine aufgrund eines Motorausfalls in einer Wüste notlanden muss.
"Plötzlich war unser Fahrgestell neuerdings ausgeschwenkt, ohne dass eine Piste kam, dazu die Bremsklappen, man spürte es wie eine Faust gegen Magen, Bremsen, Sinken wie im Lift, im letzten Augenblick verlor ich die nerven, so dass die Notlandung - ich sah nur noch die flitzenden Agaven zu beiden Seiten, dann beide Hände vors Gesicht! - nichts als ein blinder Schlag war, Sturz vornüber in die Bewusstlosigkeit." (S. 20, Z. 30 - 36)

Während die Passagiere vier Tage auf Rettung warteten spielte er mit seinem Sitznachbar Herbert Hencke Schach. Bei einem Gespräch stellte sich heraus, dass Herberts Bruder Walters Jugendfreund Joachim ist. Dieser heiratete Hanna, Fabers Jugendliebe und hat mit ihr eine Tochter. Kurze Zeit später trennten sie sich jedoch wieder. Faber wollte 1936 Hanna heiraten, da sie ein Kind vom ihm erwartete, sie entschied sich jedoch am Hochzeitstag gegen die Heirat und auch gegen das Kind.
Während der Wartezeit auf Rettung schrieb Walter seiner Freundin Ivy einen Trennungsbrief.
Als endlich Rettung kam entschied Walter Faber mit seinen Sitznachbarn Herbert Hencke auf die Tabakplantage seines Bruder zu fahren. Dort erfuhren sie, dass Joachim sich einige Tage vorher erhängt hatte.
Herbert übernahm die Tabakplantage und Faber flog wieder zurück nach New York. In New York wollte er das die Trennung von Ivy schneller vorüber geht, buchte er eine Schiffsreise nach Europa, die am nächsten Tag begann.

An Bord lernte er ein Mädchen namens Elisabeth Piper kennen, die er Sabeth nannte, weil er den Namen Elisabeth fürchterlich fand. Ihre Mutter lebt in Athen und ihr Vater in Ostdeutschland. Sie hatte ein Semester in Yale studiert und war nun auf dem Heimweg zu ihrer Mutter.
Walter verliebte sich in Sabeth und und machte ihr an seinem 50. Geburtstag einen Heiratsantrag, den sie aber nicht ernst nahm, da Faber betrunken war.
Da er wusste das sie den Louvre besuchen wollte fuhr er auch nach Paris, um sie dort zu treffen. Faber lädt Sabeth in die Oper ein und nahm sich Urlaub um sie durch ihre Reise durch Italien zu begleiten. Sabeth verliebte sich auch in Walter, jedoch stellte sich dann heraus, dass seine Jugendliebe Hanna die Mutter von Sabeth ist.

Sie reisten weiter nach Griechenland wo sie eine schlaflose Nacht unter Feigenbäumen verbrachten. Walter ging ins Meer um zu baden, als er plötzlich Schreie hörte. Sabeth ist rückwärts eine Böschung herunter gestürzt. Faber endeckte einen Schlangenbiss und saugte ihn aus. Mit einem Lastwagen fuhren sie nach Griechenland in ein Krankenhaus, wo Sabeth ein Schlangenserum bekam.


Faber meldete sich wegen dem Unfall bei Hanna, obwohl er sie nicht treffen wollte. Hanna erzählte ihm, dass Elisabeth ihre Tochter ist, was Walter schon vermutet hatte. Aufgrund des Sturzes von der Böschung verstarb Elisabeth. Walter denkt über eine gemeinsame Zukunft mit Hanna nach und will sich nach Athen versetzen lassen um Hanna zu heiraten. Hanna wurde in Athen beerdigt und daraufhin flog Faber zurück nach New York.

Jedoch kam er in New York nicht mehr in seine Wohnung rein und seine Telefonnummer war vergeben. Faber reist beruflich nach Caracas, wo er seine Reise jedoch wegen starken Magenschmerzen beenden muss. Er beschloss Herbert auf seiner Tabakplantage zu besuchen und versucht ihn zu überreden mit nach Deutschland zu fliegen, was Herbert aber ablehnte.
Auf dem Flug nach Deutschland muss Faber in Kuba landen, wo er Sex mit zwei Freudenmädchen haben wollte, dies klappte aufgrund seines Alters aber nicht. Er begegnet in Kuba einer Frau namens Juana, dem er seine Geschichte von Hanna und der gemeinsamen Zukunft erzählt. Ihm wird daraufhin bewusst, dass er seine Lebensanschauung ändern muss.

Angekommen in Düsseldorf erzählte er den Herren von Hencke-Bosch von der Tabakplantage in Guatemala. Er sah sich das Filmmaterial an, da die Filmrollen aber nicht beschriftet waren sah er auch Filme mit Sabeth und er erinnerte sich an die schöne Zeit mit ihr.
Faber flog wieder zurück nach Athen wo er an Bord noch die Kündigung an seinen Chef und Hanna eine Depesche versand. Hanna nahm ihn vom Flughafen ab. Sie hatte ihre Arbeitsstelle ebenfalls gekündigt. Sie beschlossen in Athen zu bleiben, wo Hanna jetzt als Freundemführerin arbeitet.

Walters Magenschmerzen werden immer schlimmer und er muss nach Athen ins Krankenhaus. Dort schrieb er die Vorgänge der Klinik in sein Tagebuch. Er vermutet, dass er Magenkrebs hat. Der Bericht endet unerwartet mit dem Kommen der Ärzte.


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